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Hummelfiguren

Hummelfiguren haben eine bewegte Geschichte

Der Name der Hummelfiguren leitet sich aus der Künstlerin Berta Hummel ab, die im Jahre 1909 in Massing geboren wurde. Sie zeichnete schon im Kindesalter witzige Bilder und Karikaturen von Lehrern, Freunden und Mitschülern und hatte sichtlich Spaß dabei. Sie entschied sich im Jahre 1933 dazu, dem Kloster Sießen beizutreten und den Namen Maria Innocentia anzunehmen. Dort arbeitete sie als Zeichenlehrerin, fand jedoch in der Freizeit genug Muße, um auch weiterhin lustige Karikaturen zu malen, die meistens etwas mit Kindern in Alltagssituationen zu tun hatten. Vor allem die Liebe zum Detail war es wohl, die erste Veröffentlichungen über katholische Verlage zu großen Erfolgen werden ließ.

Da Berta Hummel in der Zeit des Nationalsozialismus lebte, musste sie sich entsprechende Kritik seitens der Politik gefallen lassen. Von Seiten der Nazis wurden die Figuren als wasserköpfig bezeichnet und stark verunglimpft. Beim Volk dagegen kamen die Zeichnungen immer besser an und 1934 erwarb ein gewisser Franz Goebel die Lizenz, aus den Zeichnungen Figuren herzustellen, die Weltruf erlangten. Neben Alltagszeichnungen fertigte Berta Hummel jedoch auch immer wieder religiöse Bilder an, die die verschiedensten Szenen zeigten. Nach der Rückkehr der Schwestern, die im 2. Weltkrieg vertrieben worden waren, waren die Einnahmen aus der künstlerischen Tätigkeit von Berta Hummel sogar die Haupteinnahmequelle des Klosters Sießen und sicherte so das Überleben.

Als 1935 die erste Hummelfigur gefertigt wurde, begann ein Verkaufsboom, der zum Teil bis heute anhält. Es wurden über 400 verschiedene Hummelfiguren kreiert, die alle in Absprache mit der Familie der Künstlerin und einigen Gutachtern auf den Markt kamen. So war es sogar möglich, nach dem Tod von Berta Hummel einige neue Hummelfiguren zu schaffen, die nicht aus ihrem Tun entstanden sind, aber den Stil verblüffend ähnlich weiterführen. Heutige Schätzungen gehen davon aus, dass jeder zweite deutsche Haushalt über mindesten eine Hummelfigur verfügt. Das Absatzpotenzial ist also nach wie vor riesig und ein Teil der Einnahmen geht noch immer an das Kloster Sießen.

Hummelfiguren haben es jedoch nicht nur in Deutschland, sondern auch in Übersee geschafft, große Berühmtheit zu erlangen. Eingeführt wurden sie von amerikanischen Soldaten, die ein Souvenir aus Deutschland mitbringen wollten. ZU den großen Liebhabern von Hummelfiguren soll auch Betty Ford gehört haben, die über eine große Sammlung verfügte. Diese so detailliert gestalteten Figuren, die alle einen individuellen Touch haben und eine große Portion Kinderliebe in sich tragen, sind natürlich vor allem bei Eltern sehr beliebt. Sie erinnern einfach an so viele Alltagssituationen, die man mit seinen eigenen Kindern schon erlebt hat.

Rund um Goebel und Hummel